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Herbsttagung 2017: “Hysterie? Recht und öffentlicher Diskurs in Zeiten der ‘Flüchtlingskrise’” – 10.-12. November 2017

Die 11. Herbsttagung des Netzwerks Migrationsrecht setzt sich mit den Reaktionen der Gesetzgebung auf die sogenannte “Flüchtlingskrise” auseinander. Sie untersucht, ob und inwiefern eine von Hysterie getriebene Rechtssetzung den Weg zu einer konsistenten und nachhaltig wirksamen Ausgestaltung des Migrationsrechts versperrt und will auch progressiv alternative Lösungsvorschläge anbieten und diskutieren. Dabei soll ausgehend von einer grundlegenden Betrachtung der „Gesetzgebung in Krisenzeiten“ und der sie beeinflussenden und begleitenden Faktoren, insbesondere der Medien, eine originär migrationsrechtliche Perspektive entwickelt werden.

In einem zweiten Teil werden ausgewählte Rechtsgebiete hinsichtlich ihrer Entwicklung in „Zeiten der Krise“ überprüft. Welche Veränderungen lassen sich feststellen? Welche Mittel werden bevorzugt angewendet? Auf welche Motivationen gehen sie zurück? Welche Ziele wollen sie erreichen und sind die Neuregelungen dafür geeignet? Wie gehen MigrantInnen und RechtsanwenderInnen mit den Änderungen um? Und: welche Alternativen bieten sich an?

Die vielfältigen Rechtsfragen werden auch im sozialwissenschaftlichen Kontext reflektiert, sodass Raum für nicht nur kontroverse, sondern auch interdisziplinäre Diskussionen entstehen, wie sie die Tagungen des Netzwerks Migrationsrecht stets auszeichnen.

Die Tagung richtet sich an Studierende, an Wissenschaftler*innen sowie Praktiker*innen aus der Richter- und Anwaltschaft, Beratungseinrichtungen und Verbänden, die Interesse an rechtswissenschaftlichen und rechtspolitischen Diskussionen haben.

Das ausführliche Tagungsprogramm und den Flyer zum Download finden Sie hier.