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Herbsttagung 2016: “Dynamiken in Einwanderungsgesellschaften” – 11.-13. November 2016

Vom 11.-13. November 2016 findet in Stuttgart-Hohenheim die 10. Jahrestagung des Netzwerks Migrationsrecht statt. Thema sind in diesem Jahr die “Dynamiken in Einwanderungsgesellschaften”.

Die Auswirkungen der intensiven Fluchtbewegungen des letzten Jahres stehen seit Monaten im Zentrum der politischen, gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Debatte. Zunehmend geht es dabei auch um die Frage, welche Dynamiken im Rahmen veränderter Migrationsbewegungen auf die und innerhalb der Einwanderungsgesellschaft wirken. Diesen „Dynamiken in Einwanderungsgesellschaften“ ist die diesjährige 10. Herbsttagung des Netzwerks Migrationsrecht gewidmet. Ausgehend von einem sowohl interdisziplinären als auch Theorie und Praxis verknüpfenden Ansatz soll sie Impulse für eine differenzierte Debatte und Analyse der tatsächlichen wie auch rechtlichen Veränderungen und Wechselwirkungen liefern, welche die Einwanderungsgesellschaften in Zeiten sich stetig verändernder Migrationsmotive und -routen prägen. Der Plural „Einwanderungsgesellschaften“ umfasst neben verschiedenen nationalen Einwanderungsgesellschaften in der EU auch die EU selbst.

Die Tagung fokussiert dabei vier zentrale Themenschwerpunkte: Es geht zunächst darum, den globalen Kontext sich verändernder Migrationsbewegungen und -bedingungen mit seinen Folgen für Einwanderungsgesellschaften in Europa zu thematisieren. Im zweiten Schwerpunkt wird die Relevanz von Grenzen für die (Weiter-)Entwicklung von Einwanderungsgesellschaften diskutiert, insbesondere im europäischen Migrationsraum, der durch den Wegfall von Binnengrenzkontrollen gekennzeichnet ist. Im dritten Schwerpunkt wird die Frage aufgeworfen, wie politische und rechtliche Rahmenbedingungen in Einwanderungsgesellschaften rassistische Verhaltensmuster mitproduzieren. Die Akteure der Einwanderungsgesellschaften und ihre Handlungsmöglichkeiten im aktuellen Kontext bilden den vierten Schwerpunkt. Ein besonderer Fokus wird hier auf die Selbstorganisation und das Empowerment von Flüchtlingen und Migrant*innen gelegt. Darüber hinaus werden auch veränderte Handlungsmöglichkeiten von Rechtsberater*innen, Parlamenten und Gerichten in den Blick genommen.

Die Tagung richtet sich an Studierende, an Wissenschaftler*innen sowie Praktiker*innen aus der Richter- und Anwaltschaft, Beratungseinrichtungen und Verbänden, die rechtswissenschaftliche Fragen vertiefen wollen und Interesse an rechtspolitischen Diskussionen haben.

Das ausführliche Tagungsprogramm finden Sie hier.
Tagungsprogramm-Flyer zum Download